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 Wir haben 2007 den Import und Vertrieb der Maschine begonnen. Anfangs hatten wir ja auch nur die Quickmill 3004 und weil die Produktionszeiten bei Bezzera so lang waren und dann in Italien noch die produktionsfreien Sommerferien kamen, erreichten uns die ersten Bezzeras erst im Oktober.


Die Quickmills waren schnell getestet und neu verpackt aber mit den hochwertigeren und schweren Maschinen von Bezzera stand bald die Frage im Raum ob und wie wir die Maschinen testen und dann versenden.
Da wir selten mehr als 5 Maschinen pro Woche ausliefern, haben wir uns entschieden die Maschinen vor dem Versand richtig sorgfältig zu testen (also mit Wasser zu befüllen, einen Leerbezug zu machen, Dampf und heisses Wasser zu beziehen, etc.). Und wir schauen auch in die Maschine rein und prüfen ob alles fest sitzt. Wir kannten zwar die Qualität der Produktion und das Werk von Bezzera aber nach 1000 Kilometern auf einer Pallette über die Alpen kann dann doch mal was lose sein.
Zugegeben: Es passiert ganz ganz selten, aber wenn man sich als neuer Besitzer auf seine Maschine freut und die dann erst einmal den Tisch mehr oder weniger anfeuchtet, ist das nicht wirklich das was man erwartet. Und die möglicherweise anwesende skeptische Verwandt- und Bekannschaft auch nicht: siehstduhabeichdirja gleichgesagt1000EurfürsoeinDingsunddannauchdasnoch....
Vielleicht hat eine von 100 Maschinen ein gelöstes Kabel oder einen ansatzweise gelösten Schlauch. Aber wir haben letztens jemand eine BZ10 verkauft, der zuvor schon 2 BZ10 hatte - und beide Maschinen waren undicht weil der Händler nicht getestet hat. Kaum vorstellbar das jemand soviel Pech hat - aber es ist so passiert.
Dann sind wir durch Kundengespräche auf die Idee gekommen, die Mühle auf eine mitgelieferte Kaffeesorte einzustellen. Es ist wirklich als unerfahrener Anfänger nicht ganz einfach bei einer neuen Mühle die Zusammenhänge zwischen Mahlgrad und Mahlmenge zu interpretieren und Anpassungen vorzunehmen. Und häufig fand so das eine oder andere Kilo Kaffee sinnlos und frustierend den Weg in den Mülleimer und das muss ja eigentlich nicht sein. Also haben wir (mit unserer Erfahrung von einigen 1000 Espressi) beschlossen die Mühlen ordentlich einzumahlen und auf die Kaffeesorte einzustellen (und die Parameter auf der Mühle mit kleinen Klebestreifen zu markieren). Und dann kann das Ganze als Sorglos-Paket auf die Reise gesendet werden. Der Besitzer bekommt also erst einmal eine Konstellation die gut funktioniert und kann von da aus probieren. Aber vor dem Probieren gilt: Auspacken, hinstellen, Espresso beziehen.
Wenn wir also eine Bestellung bekommen, dann läuft das Ganze nach diesem 100fach durchlaufenen Prozedere ab:
Die Maschine wird ausgepackt und aufgestellt und geöffnet:

 

 

 

Dabei sammeln wir die Krampen und erfreuen monatlich den Altmetallsammler.



 

Innen werden alle Schläuche (bzw. deren Verbindungen) und alle Stecker einer Kontrolle unterzogen, u.a. hier:

 





 

Anschließend wird einer der Test-Tanks eingesetzt und die Maschine wird angeschaltet. Nun beginnt sie den Kessel zu füllen und aufzuheizen.

 


 

Hier sieht man übrigens rechts mittig an der BZ10 dass es das neue Modell mit dem größeren Relais ist (das Teil mit dem durchsichtigen Plastikgehäuse und den Kabeln unten). Es klebte vorher als kleinere Variante mit am Pressostat.
Solange die Maschine heizt ist Gelegenheit andere Dinge zu prüfen. Die Siebe prüft man auf den Durchmesser da es manchmal passieren kann, dass die Siebe etwas eng sind und der 58mm-Tamper sich verkantet.

 


 

Und wir vergleichen die Seriennummer des Kartons mit der auf dem Chassis der Maschine und hinterlegen sie beim Kunden in der Datenbank. Es ist ja denkbar dass es einen Serienfehler gibt und dann können wir schnell ermitteln wer kontaktiert werden muss.

Die Anleitung wird aussen vom Karton entfernt und in den Karton gelegt.

 

 

Mittlerweile hat der Kessel den Betriebsdruck (und damit die rechte Temperatur) erreicht und mit dem Blindsieb kann man nun schön die Dichtigkeit prüfen - und wenn der Kunde eine Brühdruckoptimierung haben wollte - den Brühdruck:

 

 

 

Und wer den Werksbrühdruck haben wollte bekommt dann eine Anleitung wie er ihn selber einstellt.

Nun wird einmal Wasser bezogen und einmal Dampf:

 


 

Da alles prima geklappt hat ist es nun ist es an der Zeit die 2 Kreise der Maschine wieder wasserfrei zu machen damit bei Frost keine Schäden entstehen. Zuerst leert man also den Wärmetauscher:

 

 

 

Und dann kommt der gebremst angenehme Moment - man läßt das heisse Wasser aus dem Kessel. Gefühlte 10 Stunden später ist man mit dem heissen Geschäft fertig:

 

 

Dann kann die Maschine wieder zusammengeschraubt und verschlossen und gesäubert werden.

 


 

I

n den Karton wird die zusätzliche unvernetzte PE-Matte eingelegt um die Maschine noch besser vor unsanftem 'Abstellen' zu schützen. 






 

Hier muss man darauf achten, dass alles ruckelfrei und sicher verpackt wird. Der Stecker wird z.Bsp. oben eingeklemmt, damit er sie Maschine nicht zerkratzen kann.

 

 

 

Und dann kann der Karton wieder sorgfältig verklebt werden.

 

 

Damit ist der 1. Teil fertig. Der 2. Teil ist nun etwas aufwändiger, denn die Mühle ist nun an der Reihe.
Die Mühle wird mit billigen Bohnen befüllt, die auf mittelfeiner Stufe in ausreichender Menge durchgemahlen werden:



 

Nun werden die guten Bohnen eingefüllt, die verschickt werden. Anhand dem Maß des Verklumpens wird in etwa der richtige Mahlgrad eingestellt.

 

 

Der grob gefundene Mahlgrad wird dann im Laufe über Espresso-Bezüge verfeinert. Dazu werden verschiedene Parameter herangezogen um schnell und sicher das gewünschte Ergebnis zu erreichen:
[1] Der Espresso (Crema und Färbung)

 

 

 

[2] Der Kaffeepuck (die Konsistenz)

 

 

 

[3] Der Durchlauf, den man schön mit einem bodenlosen Siebträger beobachten kann. Der bodenlose Siebträger hat auch den Vorteil dass man auch die Gleichmäßigkeit des Mahlgutes beurteilen.


 

An dieser Stelle sind schon ettliche Espressi durch den Ausfluss entschwunden bzw. bereichern den Kompost.

 

 

Jetzt kann man daran denken das Ergebnis zu kosten. Vorher ist es meist bitter, oder sauer oder einfach nur dünn und da man es mit etwas Übung über die o.a. Parameter erkennen kann, kann man sich dieses Negativerlebnis vermeiden.

 

 

Der gefundene Mahlgrad und die Mahlmenge werden auf der Mühle für den Kunden mit kleinen Klebestreifen markiert:

 

 

Und das war es dann. Nun wird die Mühle und das restliche Zubehör so verpackt und gepolstet, dass sie sicher beim Kunden ankommen werden.

 


 

Die Seriennummer der Mühle und die Trackingnummer der beiden Pakete werden ebenfalls in die Rechnung eingetragen.

Die DPD-Paketscheine werden auf die Paket geklebt und zur Sicherheit kommen noch leicht erkennbare Aufkleber auf die Kartons. Die DPD-Nummer wird ebenfalls in die Rechnung eingetragen, damit der glückliche Besitzer den Lauf des Paketes verfolgen kann.


Die Rechnung geht dann per Mail an den Kunden (zusammen mit der ausführlichen Tippliste).

 

 

Und nun heisst es: Gute Reise :)