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Start Maschinen Siebträger und Kalk
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Die Lösung der Kalkfrage interessiert fast jeden neuen Besitzer einer 2-Kreismaschine. Wie man an den folgenden Bildern erkennen kann, kann sich ein ziemlich massive Kalkschicht auf den Kupferteilen niederlassen, die kaum noch abgeht. Hier eine verkalkte Heizung und eine neue:


 

Einsatz: 2 Jahre ohne Filter in Köln. 2-3 mm Kalk

 

Für dieses Problem gibt es eine Reihe mehr oder minder praktikabler Lösungen.

 

(1) Man kann gekauftes kalkarmes Wasser einsetzen.

 

(2) Man nutzt Filter. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten. Wir haben gute Erfahrungen mit diesen sehr lange haltenden Filtersäcken gemacht:


 

Bei uns hält so ein Filter 3-4 Monate bei 1 Kanne Tee pro Morgen und 4 Espressi pro Tag (Umgebung Berlin, Wasserhärte ca 21). Man kann ihn in den Tank tun - wir nutzen den Filter aber in einer Karaffe. Das hat Vorteile - u.a. den dass der Filter in Ruhe wirken kann. Und wenn der Teekocher Kalk ansetzt wird es Zeit zum tauschen.
Wie gut die Filter wirken kann man an unserer Maschine sehen. Wir haben hier in Berlin und Umgebung eine Wasserhärte von 21°. Unsere Maschine sah nach 2 Jahren Nutzung mit Kalkfilter im Kessel so aus:


 

Vergleicht man das mit der dicken Kalkschicht einer Maschine, die ohne Kalkfilter betrieben wurde, erkennt man den Unterschied schnell:


 

Statt einer 2-3 mm dicken weissen Kalk-Schicht befindet sich nur ein leichter Überzug auf der Maschine.

 

Es gibt aber auch Aufsteckfilter, die jedoch sehr viel schneller erschöpft sind und im Preisleistungsverhältnis ziemlich schlecht.

 

(3) Einfach den Kalk ignorieren und wenn die Maschine nicht mehr gut aufheizt zur Tat schreiten und die Maschine entkalken. Es wird immer wieder empfohlen Entkalker in den Tank zu schütten und ihn durch das System zu pumpen. Das kann man machen - aber 2 Dinge sprechen dagegen: Man braucht irrsinnig viel Wasser bis die Chemie den 2-Kreiser wieder verlassen hat und die gelösten (manchmal bis 1 cm langen) Kalkbrocken sind oft so stabil und hart, dass sie die Ventile zusetzen. Inbesondere wenn sie sich mit Metall abgesetzt haben.

 

 

 

Deswegen: wirklich niemals diesen Weg beschreiten, auch wenn die verführerischen Entkalkungstabletten Maschinen beigelegt werden (warum das auch immer getan wird...).

 

Besser die Maschine an einem trüben November-Samstag öffen, die Verbindungen am Kessel lösen, den Kessel ausbauen und dann ganz gezielt entkalken. Macht man es ganz gründlich bestellt man vorher eine Kesseldichtung und schraubt die Heizung raus. Es geht aber auch durch die Löcher oben am Kessel.

Es reicht den Kalk mit handelsüblicher Zitronensäure solange zu behandeln bis das Kupfer wieder blank ist.

Das Ganze dokumentiert man zur Orientierung am besten mit einer Digitalkamera. Es ist wirklich nicht schwer auch wenn es sich so anhört. Und genau das ist das schönste daran: man kann so nun ganz nebenbei im Freundekreis die Bemerkung fallen lassen: Letzten Samstag habe ich meine Espressomaschine entkalt.....

 

Hinweis: Wenn man viel zulange wartet kann die Heizung durchbrennen. Das ist aber kein Beinbruch. Die Kosten sind eher unter 'ferner liefen'.